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Pareidolie Workshop

« Als Pareidolie versteht man das Phänomen, 

in völlig abstrakten Dingen und Mustern 

vermeintliche Gesichter und vertraute Wesen

oder Gegenstände erkennen zu können.»

(Stangl, 2021)

Projekt

Workshop / Bildungsangebot

Institutionen

Propädeutikum ZHdK

Ausgangslage

Ich erinnere mich an die Holzvertäfelten Wände in meinem Kinderzimmer. In den 80ern der letzte Schrei, und fast in jedem Haushalt meiner Freunde anzutreffen. Nebst dem isolierenden Effekt, liessen sich in der Musterung der Täflung wunderbar Fantasiewesen, Gesichter und Tiere ausmachen. Je länger ich das Holz betrachtete, desto mehr war zu entdecken. Denselben Effekt lässt sich auf alle Oberflächen anwenden. Zu meinen Lieblingsstrukturen gehören derzeit Betonwände. 

Meine Neugierde, alle möglichen Oberflächen zu erforschen und mich meiner Fantasie hinzugeben, begleitet mich bis heute. Schon immer wollte ich diesem Phänomen auf den Grund gehen und es eingängig erforschen. Im Rahmen des CAS Erwachsenenbildung in den Künsten und im Design an der ZHdK entwickelte ich dieses Bildungsangebot. Ich habe es in diesem Kontext für zwei Tage konzipiert, aber es eignet sich hervorragend für Projektwochen, oder gar Semesterprojekte. Mit dem Ziel, am Ende ein fertig gestaltetes Projekt für das eigene Portfolio zu haben. 

Vorgehensweise

Meine Neugierde, alle möglichen Oberflächen zu erforschen und mich meiner Fantasie hinzugeben, begleitet mich bis heute. Schon immer wollte ich diesem Phänomen auf den Grund gehen und es eingängig erforschen. Im Rahmen des CAS Erwachsenenbildung in den Künsten und im Design an der ZHdK entwickelte ich dieses Bildungsangebot. Ich habe es in diesem Kontext für zwei Tage konzipiert, aber es eignet sich hervorragend für Projektwochen, oder gar Semesterprojekte. 

Die TN werden von mir begleitet und Angeleitet. So gibt es etwa einen kurzen theoretischen Input zur Pareidolie. Und um Einstiege, Übergänge und Sammlungen zu gestalten arbeite ich mit Konfrontationsaufgaben. Aber...

« ... das Hauptaugenmerk liegt auf dem Entdecken, dem Experimentieren und dem Illustrieren. Die Wissensvermittlung nimmt nur einen geringen Teil des Workshops ein. Vielmehr geht es darum, lustvolle Erfahrungen und Entdeckungen zu machen. Sich mit der Transition von der Illusion zur Illustration aktiv auseinanderzusetzen.»

(Eve, 2021)

Kompetenzen

Bei der Suche nach geeigneten Strukturen geht es darum, sich fast schon meditativ einzulassen auf Oberflächen, einzutauchen in die Illusion und einfach mal zu schauen was passiert. Je mehr Zeit man sich nimmt, dem Phänomen nachzuspüren, desto mehr ist zu entdecken.

Ein Ziel ist klar, am Ende ein Produkt zu erhalten, welches die TN für ihr Portfolio verwenden können. Fast noch wichtiger aber ist, den ganzen Prozess festzuhalten und zu dokumentieren. Denn es ist spannend zu sehen, wie sehr sich Skizze und Reinzeichnung unterscheiden und oftmals etwas ganz anderes entsteht als eigentlich angedacht. Die TN schaffen den Transfer von der Theorie in die Gestaltung und entwickeln eine eigene Bildsprache.

Resultat

Nachfolgend sind einige Beispiele zu sehen von Teilnehmenden am zweitägigen Workshop an der ZHdK. Zwei Tage sind Kurz, darum sind die Arbeiten alle noch im Skizzenstadion. Aber es lässt sich gut erkennen, dass daraus spannende und kreative Projekte für die Portfolios würden.